m:k Pickup System in einem Akustik-Bass und einer zwölfsaitigen Gitarre

BSG 12-String mit m:k System

Stanford Akustik-Bass mit m:k System

Hier zwei schöne weitere Beispiele, wie vielseitig mein Pickup-System ist. Die Aufnahmen sind unbearbeitet und trocken ohne alle Effekte. Die Einzelfertigung und die Einstellmöglichkeit mit der entsprechenden Software erlaubt eine Annäherung an den natürlichen Klang des Instruments, von der alle anderen Systeme nur träumen (nicht nur meine Meinung). Die Systeme werden alle einzeln in meiner Werkstatt hergestellt, eingebaut und angepasst. Der Klangcharakter der Instrumente wird bewahrt, die mechanischen Änderungen am Instrument sind minimal. Vergleichbare Systeme gibt es meines Wissens nicht, die Elektronik wird handgefertigt, die aufwändige Anpassung erlaubt es nicht, das System an Wiederverkäufer oder Andere zu vertreiben, die nicht über das nötige Know-How und die technischen Voraussetzungen verfügen. Das ist markttechnisch sicher ein Nachteil, die angestrebte Qualität ist aber wahrscheinlich in Massenfertigung nicht zu erreichen.

Ibanez AMF 73 Umbau

In Kürze:

- Düsenberg Pickups
- Elektrik neu
- Nullbund nachgerüstet
- Bünde von Hand optimiert

Ibanez baut von Haus aus eigentlich immer ganz ordentliche Gitarren, so dass ich mich hier schon öfter für Umbauprojekte bedient habe.

Hier wurden die wenig aufregenden Werks-Humbucker ersetzt: In der Halsposition kam ein Düsenberg P90 (‘Domino’) zum Einsatz. In der Stegposition ein Düsenberg Grand Vintage Humbucker.

Der P90 wurde zwischenzeitlich durch einen Humbucker ersetzt, ist aber wieder zurückgekehrt. Es bewahrheitet sich hier, dass der erste Eindruck oft der richtige ist…

Das Pickguard wurde entfernt und ein neues, schwarzes angefertigt, die Potis habe ich gegen höherwertige ersetzt, ebenso die Ausgangsbuchse. Einzig der Toggle-Switch durfte bleiben. Die schwarzen Chickenhead-Knöpfe wurden gegen weiße getauscht (‘vintage white’), ebenso der Schalterknopf.

Die Schaltung ist immer noch eine LP-Schaltung, allerdings sind die Potis jetzt ‘anders herum’ angeschlossen, so dass in der Mittelstellung die Potis nicht mehr auch auf den jeweils anderen PU wirken. Ein kleiner Kondensator (220pF) sorgt dafür, dass die Höhen beim Herunterregeln der Lautstärke nicht verloren gehen.

Anmerkung : Diese Schaltung hat sich auf Dauer nicht bewährt, weil der Höhenverlust trotz Kondensator (‘Treble Bleed’) größer ist als bei der klassischen Schaltung, also wieder geändert.

Der nachgerüstete Nullbund ermöglich ein besonders komfortables Spiel in den unteren Lagen und wurde unter Verwendung des originalen Sattels konstruiert. Das manuelle Abrichten, Verrunden und Polieren der Bünde tat ein Übriges.

FAZIT

Jetzt ist das eine richtig feine Gitarre für Leute, denen eine ES335 zu klobig und eine LP zu schwer ist. Der P90 in der Halsposition klingt zudem für meinen Geschmack erheblich offener und ‘akustischer’ als die üblicherweise in dieser Position verbauten Pickups. Würde ich wieder so machen.

Testgitarre für Pickups

Diese  Gitarre ermöglicht den einfachen Vergleichstest von Tonabnehmern. Die Pickups sind innerhalb einer Minute zu wechseln und ohne Löten anzuschließen.  Die Höhe kann selbstverständlich auch justiert werden.  Ich nehme das Ganze auch gerne auf, um dann einen unbelasteten gründlichen Vergleich zu ermöglichen. Ist allemal besser, als in Foren die vermuteten oder individuell empfundenen Eigenschaften eines Pickups zu diskutieren….. finde ich zumindest.

 

Neue Tonabnehmersysteme für akustiksche Gitarren und andere Instrumente

Seit etwa 25 Jahren beschäftige ich mich mit der elektrischen Abnahme akustischer Instrumente (ohne Mikrofon). Die Entwicklung und Produktion eigener Systeme hat in den letzten Jahren leider hinter anderen Projekten zurückstehen müssen.
In diesem Jahr habe ich mich entschlossen, trotz des erheblichen Zeitaufwands wieder eigene Schaltungen zu entwickeln und selber zum Lötkolben zu greifen. Grund dafür ist meine Unzufriedenheit mit den angebotenen Pickup-Systemen für akustische Gitarren.
Hier ist meine vorläufiges Endergebnisse:


PM2 (Version1)- PU-System für akustische Gitarren mit vollparametrischer Klangregelung (zur festen Einstellung), Batteriekontrolle mit ultraheller LED und extrem geringem Batterieverbrauch (< 0,9 mA). Soundbeispiel mit spanischer Meistergitarre (trocken).
Die Veränderungen am Instrument sind bei diesem System minimal. Sofern nicht schon vorhanden müssen lediglich das Loch für den Endknopf sowie ein kleines Loch unter der Stegeinlage gebohrt werden. Die Batterie ist durch das Schallloch zugänglich und wird mit

Dieses Pickupsystem ist jetzt in Version 2 mit verändertem Platinenlayout aber gleicher Technik fertiggestellt (s.a. Fotogallerie).

Spectrumlanalyse

Spektrumlanalyse auf dem Computer

Die Systeme werden nach dem Einbau mit Messmikrofon und entsprechender Software auf das jeweilige Instrument eingemessen und eingestellt

 

EDV und Nachhaltigkeit Teil1

Beim Durchstreifen der Zeitschriften-Regale finden sich Unmengen von Computerzeitschriften. Davon wiederum eine wahre Flut von Blättern, die sich mit dem Betriebssystem Windows, dessen Tücken, Ecken und Flecken, Tuning, Modding, Padding, … Ich schweife ab.

Also wie gesagt eine Unmenge von Windows-Zeitschriften. Dann seit einiger Zeit eine gewisse Anzahl von Zeitschriften zum Thema Android, was bekanntlich einen Großteil der Tablets und Smartphones belebt sowie etwas zu Apples MacOSX. Damit, könnte man meinen, sei alles abgedeckt.

Jetzt machen wir mal ein Gedankenexperiment.

Stellen Sie sich vor, Sie gehen aus dem Haus und sehen auf der Straße nur Opel Zafiras, Smarts und VW Golf, sowie einige Lastwagen verschiedener Marken. Sie wären befremdet, nehme ich an. Die Vielzahl an Wahlmöglichkeiten ist doch erklärter Teil unseres Wirtschaftssystems, geradezu der Motor des Fortschritts und Konkurrenz belebt das Geschäft, oder??

Wenn es um Betriebssysteme von sogenannten Consumer-Endgeräten geht gelten offensichtlich andere ‘Gesetze’ (s.a. Eine kleine Geschichte der Betriebssysteme am Ende des Beitrags).

Marktanteile

Beschränken wir uns einmal auf die Desktop-Endgeräte, also PCs und Notebooks, so ergibt sich heute ein interessantes Bild der Marktanteile:

Windows: ca 92%, MacOS: ca 7 % Linux (nicht näher aufgeschlüsselt): ca. 1%.

Wie kommt das??

Gut, Apple pflegte lange den Nimbus des exklusiven, Linux gilt bis heute als Bastler-System für Spezialisten.

Ich denke aber, der wichtigste Punkt ist die Massenträgheit. Microsoft hat es mit seiner erfolgreichen Marktpolitik geschafft, die Hardwarehersteller an seine Produkte zu binden. Das geht so weit, dass mit dem Aufkommen neuer Rechner mit sogenanntem UEFI System statt dem hergebrachten BIOS eine zwangsweise Lizenzierung von Systemteilen durch Microsoft einhergeht.

Das Denken der Endverbraucher tut in der Regel nicht den Schritt, Hard- und Software zu differenzieren, der Computer ist halt Windows. Oder ein Mac, wenn man das nötige Kleingeld hat.

Wie kann man diese Situation aus ökonomischer und ökologischer Sicht bewerten?

Jetzt wird es eigentlich erst spannend. Ich will hier gar nicht mit vielen Zahlen jonglieren, die gibt es im Netz für jeden Interessierten massenhaft. Tatsache ist, dass die Herstellung von Computern jede Menge Energie und Rohstoffe erfordert.

Tatsache ist auch, dass es im Interesse der Nachhaltigkeit ist, genau diese sparsam und intelligent zu verwenden.

Im Umkehrschluss sollte es also für Menschen, die für sich den Anspruch formulieren, ökologisch zu handeln, ein Anliegen sein, technische Geräte möglichst lange zu benutzen.

Konkret: Für die Herstellung eines PC’s werden ca. 3000 kWh Energie und etwa 1,5t Rohstoffe (das meiste davon Wasser) benötigt.

Selbst das Argument eines möglicherweise geringeren Energieverbrauchs bei einem neueren Modell wird davon relativiert. In der Regel ist es auch so, dass bei leistungsfähigen Rechnern der Energieverbrauch in den letzten Jahren gestiegen ist, Ausnahme: Bildschirme und Notebooks, die sich an die Akkuleistung anpassen müssen.

Gedankenexperiment Nr.2

Folgende Textaufgabe zum Staunen:

Ich benutze mein Notebook im Schnitt jeden Tag 2 Std..

Wie lange muss ich mein neues Notebook betreiben, das gegenüber dem Vorgängermodell 5W weniger verbraucht, bis sich der Energieverbrauch bei der Herstellung rechnet (Die Rohstoffe lassen wir mal ganz weg)??

Lösung: 3000 Kilowatt-Stunden (kWh) sind 3000 000 Watt-Stunden (Wh). Ich verbrauche am Tag 2 Stunden lang 5 Watt weniger, also 10 Wh.

Das heißt, mein neues Notebook hat sich nach 300 000 Tagen energietechnisch amortisiert.

Das sind über 800 Jahre.

Anhang: Eine kleine Geschichte der Betriebssysteme

Will man die Verbreitung der gängigen Systeme besser verstehen, lohnt es sich, einen Blick in die letzten Jahrzehnte des vergangenen Jahrtausends zu werfen.

1981 brachte IBM den ersten PC mit dem Betriebssystem DOS auf den Markt, das von Bill Gates Microsoft entwickelt und für IBM lizenziert worden war.

Später wurde DOS in zwei Strängen von Microsoft und IBM getrennt weitereintwickelt, blieb aber kompatibel. In dieser Zeit spielten auch die sogenannten Heimcomputer wie Atari und Commodore eine große Rolle, da sie die Leistung der IBM-PCs und der späteren Nachbauten (IBM kompatible PCs) übertrafen.

Interessant ist an der Entwicklung, dass die IBM- und IBM-kompatiblen Rechner mit dem Erstarken Ihrer Marktposition auch eine faktische Monopolisierung des Betriebssystems MS-DOS und später MS Windows bewirkten, da diese Systeme fast immer als ‘Bundle’ mit einem neuen PC ausgeliefert wurden und noch immer werden. Eine Ausnahme stellen hier fast nur die Apple Rechner dar, die bekanntlich auf ein eigenes, UNIX- ähnliches Betriebssystem setzen, MacOS.

Genau, Stichwort UNIX.

System für Serveradmins, lichtscheue Gestalten mit Muskeldystrophie, dicken Brillen und Übergewicht, sozial unterbelichtet und hochintelligent. Die grauen Eminenzen des digitalen Underground.

Tatsächlich gab es seit 1969 ein Betriebssystem namens UNIX, das vor allem im wissenschaftlichen Bereich auf Großrechenanlagen lief. In den 80er und 90er jahren wurde es hauptsächlich auf Servern und Hochleistungs-Workstations eingesetzt.

UNIX stand als Vorbild für die Entwicklung des freien Betriebssstems LINUX und des Betriebssystems MacOS, die sich nicht nur ‘unter der Haube’ recht ähnlich sind.

Linux ist gleichzeitig der Ursprung des ebenfalls freien Android-Systems mit dem heute eine Unmenge von Smartphones betrieben wird. Außerdem werkelt dieses System auf  einer großen Zahl der Web-Server. Schätzungen gehen  bis über 50%.
Systeme wie Navis, step-up Boxen für Fernseher, und viele Geräte mit sogenannten ‘embedded’ Systemen bis hin zu Heizungsanlagen und Waschmaschinen basieren häufig auf Linux.

Fassen wir zusammen:

Es haben sich im Lauf der letzten 5 Jahrzehnte mehrere Betriebssysteme entwickelt, die sich in zwei große Gruppen einteilen lassen: Die UNIX-artigen und die DOS- und Windows-Abkömmlinge.

Außerdem gibt es freie, quelloffene Systeme (Linux, Android und Verwandte) und so genannte proprietäre, deren Quellcode geheim ist (Windows, MacOS).

Fortsetzung folgt…

Restaurierung einer alten Gitarre

Dieses Instrument ist in den letzten 200 Jahren nicht besonders schonend behandelt worden, dennoch lohnt sich die Arbeit und habe gute Hoffnung wieder einen Zustand zu erreichen, der die Misshandlungen der Zeit nicht mehr erkennen lässt, ohne allerdings den Charakter und die ‘Patina’ zu verlieren.